Pilot der Kommandokapsel: Donn F. Eisele
Pilot der Mondfähre: Walter Cunningham
Am 11.Oktober 1968, fast 2 Jahre nach der Brandkatastrophe von Apollo 1, stand eine Saturn 1B Rakete auf der Startrampe 34 bereit, um die Astronauten Walter M. Schirra, Walter Cunningham und Don F. Eisele in ihrem Apollo 7 Raumschiff in eine Umlaufbahn zu bringen. Der Start erfolgte um 11:02 Uhr amerikanischer Ostzeit mit einer dreiminutigen Verspätung. Es war die erste amerikanische Drei-Mann-Mission. Der fast elftägige Flug war ein Erfolg, wenn man davon absieht, daß Schnupfen und Magenschmerzen den Astronauten Schirra und Cunningham zu schaffen machten. Auch der zeitlich gedrängte Arbeitsplan veranlaßte Walter Schirra dazu, eine geplante Fernsehübertragung zu verschieben
Drei Stunden nach dem Eintritt in die Erdumlaufbahn, stießen die Astronauten die zweite Stufe der Saturn 1B von
ihrem Raumschiff ab. Es folgte ein Formationsflug mit dieser Stufe in einem Abstand von 15 Meter.
Dann trennten sie sich zunächst von ihr. Am 2. Tag wurde das Triebwerk des Versorgungsmoduls gezündet, um in eine höhere Umalufbahn zu gelangen. Wiederum erfolgte eine Annäherung mit der zweiten Stufe. Auf diese Weise sollte ein Rendevous mit der Mondfähre simuliert werden.
In den folgenden Tagen standen dann Fernsehübertragungen, Ortungsaufgaben und das Fotografieren von ausgesuchten Gebieten auf der Erde auf dem Programm.
Am 22. Oktober wasserte das Raumschiff ca. 30 Kilometer vom Zielpunkt entfernt. Allerdings tauchte dabei die Spitze
unter Wasser. Aber auf diesem Umstand waren die Astronauten vorbereitet.

pm.schmetkamp@waf-online.de
© 1999, Manfred Schmetkamp
Fotos: Nasa-Archiv