Es gab keinen Komfort in der Mondfähre. Die Astronauten mußten im stehen operieren, dabei wurden sie mit Halte- seilen festgehalten. Bei den ersten Mondlandungen waren auch die Schlafperioden alles andere als gemütlich, da die Astronauten nur sitzend auf dem Boden schlafen bzw. ruhen konnten. Erst später wurden Hängematten ver- wendet. Vor den beiden Astronauten befanden sich die zahlreichen Kontrollinstrumente, links und rechts daneben waren die beiden dreieckigen Fenster angebracht, aus denen die Astronauten auf die Mondoberfläche herunter blicken konnten. Für das Kopplungsmanöver mit dem Kommandomodul gab es noch ein drittes Fenster, das an der linken Seite beim Kommandanten angebracht war. Unterhalb der Instrumententafel befand sich in der Mitte die Ausstiegsluke, die zu einem Balkon hinaus führte, auf dem sich die Astronauten begeben mußten, bevor sie die Leiter herunter stiegen. Unterhalb des Pilotenraumes befand sich das Mittelstück mit dem Aufstiegstriebwerk, das mit einem Schub von 1585 Kilopond die Aufstiegsstufe in den Mondorbit brachte.
Um den Pilotenraum und dem Mittelteil herum waren die verschiedenen Behälter für Treibstoffe, Zusatztreibstoffe, Sauerstoff und Wasser angebracht. Das Triebwerk in der Abstiegsstufe, war in seiner Schubkraft von 475 bis 4750 Kilopond regulierbar, so daß die Astronauten in der Lage waren, mehr oder weniger "Gas" zu geben. In der Abstiegsstufe befanden sich außerdem noch die Sauerstoff- und Wasserstofftanks, die Batterien, die Treibstoffbehälter und später auch noch das Mondauto, während außerhalb die vier Landebeine angebracht waren. Die Mondfähre - insbesondere der untere Teil - war mit einer goldfarbenen Folie versehen, die sie gegen Wärmestrahlen und Kleinstmeteoriten schützen sollte.

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© 1999, Manfred Schmetkamp
Fotos: Nasa-Archiv