Bei den "Mondspaziergängen" wurden neben der Sammlung von Gesteinsproben auch geologische und astronomische Experimente durchgeführt. Hierzu gehörten Geräte, die unabhängig von einer Zentrale (im Gegensatz zur ALSEP-Station) eingesetzt werden konnten:

Mit diesem Gerät wurden Teilchen des Sonnenwindes registriert. An einer Stange, die in den Boden gesteckt wurde, war eine Aluminiumfolie angebracht (ca. 30 x 140 cm), die diese Teilchen auffing. Nach dem Experiment, das bei jeder Mission länger dauerte (von 2 Stunden bei Apollo 11 bis 46 Stunden bei Apollo 16) wurde die Folie zusammengerollt und zur Erde zurückgebracht.

Dieses Gerät registrierte während der Umrundung und des Aufenthalts auf dem Mond die Partikel der kosmischen Strahlung. Es war an der Landestufe der Mondfähre angebracht und bestand aus vier Meßplatten, von denen drei von Anfang an aktiviert waren, während eine erst beim ersten Mondausflug aktiviert wurde. Das Gerät wurde bei Apollo 16 und 17 eingesetzt und ebenfalls zur Erde zurückgebracht.
Mit dieser Kamera wurden Stereoaufnahmen von Bodenstrukturen angefertigt. Sie hatte eine Brennweite von 35 mm und war mit einem Blitzgerät ausgerüstet. Das Gerät wurde bei Apollo 11, 12, 13 und 14 eingesetzt. Nach der Mission wurde nicht die ganze Kamera, sondern nur die Filme zurückgebracht.

Mit diesem Gerät wurden an verschiedene Stellen der Mondoberfläche Magnetfeldmessungen durchgeführt. Es bestand aus einem Meßkopf, der auf einem Stativ befestigt war. Dieses Stativ konnte bis zu einer Höhe von 79 cm ausgefahren werden. Die Daten wurden von einer Einheit aufgezeichnet, die durch ein ca. 15 Meter langes Flachkabel mit dem Meßkopf verbunden war. Das Gerät wurde bei Apollo 14 und 16 eingesetzt.

Mit diesem Gerät wurden bei Apollo 17 geophysikalische Messungen durchgeführt. Es war am Mondauto befestigt.
Mit diesem Gerät wurden die Mechanischen Eigenschaften des Mondbodens untersucht. Hierbei rammten die Astronauten eine ca. 76 cm lange Stange in den Boden, wobei die Ergebnisse dieses Vorgangs von einer oberhalb angebrachten Einheit aufgezeichnet wurden. Diese Einheit wurde mit zur Erde genommen. Das Experiment wurde bei Apollo 14, 15, 16 und 17 durchgeführt.

Mit diesem Gerät wurde die elektrische Leitfähigkeit des Mondbodens gemessen. Der Sender wurde in einem Abstand von ca. 100 Meter zur Mondfähre aufgestellt, während der Empfänger mit dem Meßgerät am Mondauto befestigt war. Das Experiment wurde nur bei Apollo 17 durchgeführt.

Bei diesem Gerät handelte es sich um eine 2,4 Meter lange Meßsonde, die in ein zuvor gebohrtes Loch im Mondboden gesteckt wurde. Dabei wurde dann die Neutronenflußrate des Mondgesteins gemessen. Das Experiment wurde nur bei Apollo 17 durchgeführt und begann beim ersten Ausstieg. Beim dritten Ausstieg wurde das Meßgerät wieder aus dem Bohrloch gezogen und zur Erde zurückgebracht.
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© 1999, Manfred Schmetkamp
Fotos: Nasa-Archiv